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Die Geschichte des Powerman Austria

Zur Einstimmung auf den tollen Event in Weyer möchten wir euch die Geschichte des Duathlons in der Phyrn-Eisenwurzen Region näher bringen. Viel Spass beim Lesen

Die Geschichte ist wahrscheinlich immer dieselbe: Da gibt es Menschen, die sind Idealisten und sie wollen etwas bewegen. So beginnt auch die Story des POWERMAN Duathlon Austria.

Doch das Highlight in Weyer ist trotzdem etwas Besonderes. Was wäre das? Die Hingebung einer ganzen Region, deren Herzblut in einer Veranstaltung steckt, die sie nicht wieder hergeben möchte.

Über 600 Mitarbeiter und freiwillige Helfer stemmen den jährlich stattfindenden Event, der im grünen Herzen des Ennstales durchgeführt wird. Begonnen hat alles mit einem Kurzstreckenduathlon, dem "Run-Bike-Run". Damals war es die erste Duathlonveranstaltung Oberösterreichs. Als sich 1995 die Chance ergab, Teil der World Serie des POWERMAN zu werden, schlug das Gründerteam des "Run-Bike-Run" zu und bewarb sich. Die großartige Abstimmung und Zusammenarbeit von vier Gemeinden und das außergewöhnliche Engagement der Veranstalter führten dazu, dass man sogar die Stadt Graz bei der Bewerbung ausstechen konnte. Es waren Konzept, Herzlichkeit und ein außergewöhnliches Gebiet, das sich gegen perfekte Infrastruktur und städtische Vorteile durchsetzen konnte. Eine Erfolgsgeschichte nahm also ihren Lauf.

Bis heute waren es über 10.000 Teilnehmer, die in den Jahren seit der ersten POWERMAN-Veranstaltung in Österreich an den Start gingen. Alle großen Namen des Duathlonsportes gaben sich in Weyer bereits die Ehre. Darunter die heutigen Stars wie Joerie Vansteelant (BEL), Andy Sutz (SUI) oder der Österreicher Karl Prungraber. 2005 schaffte es sogar ein Österreicher ganz nach oben: Heinz Planitzer holte sich damals den Sieg.
Nennenswert ist auch die Teilnahme einer ganz besonderen Dame. Sie ist weltweit bekannt und die "Miss POWERMAN" schlechthin. Erika Csomor aus Ungarn, die auch in diesem Jahr wieder an den Start gehen wird.

Basis für die guten Bedingungen ist die Arbeit von vier Gemeinden. Weyer, Gaflenz, Großraming und Maria Neustift sind die Orte, durch deren Hoheitsgebiet die Strecke des POWERMAN führt. Alle ziehen an einem Strick und gehen gemeinsame Wege. "Nur ein gutes Miteinander hält uns auf der Erfolgsspur. Das ist die Voraussetzung für unseren Erfolg", weiß Hugo Mayer, einer der Gründerväter des POWERMAN Austria. In zum Teil bereits dritter Bürgermeistergeneration seit Beginn des POWERMAN arbeiten die Gemeinden nun bereits lange genug zusammen. Und die Veranstaltung samt dem hohen Niveau wird immer noch hochklassiger. Mit der Zeit spielen sich alle Helfer gut ein, die vielen kleinen Zahnrädchen greifen ineinander und machen den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung perfekt. "In den ersten Jahren gab es viele Schwierigkeiten. Allein die Tatsache, dass es früher kaum Straßensperren während der Bewerbe gab, zeigt ganz deutlich, dass die Rennen heute mehr als nur Akzeptanz finden", so Hugo Mayer weiter. Denn heute sind die Sperren eine Selbstverständlichkeit und ermöglichen einen reibungslosen und sicheren Ablauf.
 
Und so kommt es, dass ein paar kleine und verschlafene Örtchen einmal im Jahr zum Mittelpunkt einer Weltserie werden. Damit haben die Veranstalter ihr Ziel erreicht, oder? Ja. Hauptgedanke war, frischen Wind in die Region zu bringen und Werbung für die sympathische und familiäre Gegend zu machen. Das ist gelungen. Jedes Jahr steht ein Starterfeld von rund 800 Sportlern an der Startlinie. Das Spitzenjahr war 2002, als die SportInteressenGemeinschaft Harreither die Weltmeisterschaft durchführen durfte. Das verlangte natürlich auch einen immensen Mehraufwand. Damals waren allein 100 Amerikaner, 25 Südafrikaner und alles in allem sogar 1500 Sportler am Start. Doch nicht nur Athleten laufen im Ennstal ein. Auch Touristen finden dank der Geschichten rund um den POWERMAN Austria seither den Weg in die Region. So kam es auch, dass im Jahr 2004 das Büro Eventzentrum Eisenwurzen gegründet wurde. Der Aufwand für den POWERMAN Austria wurde so groß, dass man ihn in der bisherigen Form nicht mehr stützen konnte. Eine ehrenamtliche Regie hätte die Veranstaltung nicht mehr getragen. Nun laufen im Eventzentrum Eisenwurzen die Fäden zusammen.

Doch einzig eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Also sind neben dem persönlichen Engagement von Veranstaltern, Helfern, Gemeinden und Bürgermeistern Sponsorgelder vonnöten. "Grundvoraussetzung ist die Förderung durch das Land Oberösterreich. Aber von der Wirtschaftskrise wurde leider kaum jemand verschont und so müssen auch wir als Veranstalter den Gürtel enger schnallen. Das heißt natürlich nicht, dass wir bei der Qualität sparen. Wir überdenken einfach unsere Ausgaben intensiver", können die Veranstalter mit den finanziellen Einbußen umgehen. Stark hinter der Veranstaltung steht für Hugo Mayer auch Intersport Eybl, den er als Ziehvater des jährlichen Spektakels sieht und eine weitere wichtige Säule ist seit 2009 die Gaflenzer Firma Harreither - Gesundes Heizen und Kühlen.

Nun stehen neben den Gründervätern Hans Stockenreitner, Günther Hönickl und Hugo Mayer auch alle Helfer wieder in den Startlöchern und betreiben im Hintergrund bereits einen großen Aufwand, um für das Wochenende von 20. bis 22. August gerüstet zu sein. Dann wollen 5000 Liter Getränke, 2000 Müsliriegel, 500 Kilogramm Bananen und 150 Kilogramm Orangen an den Mann gebracht und verdrückt werden. Und das alles, um die Veranstaltung in den Herzen der Region noch tiefer zu verankern - oder einfach nur, um den Menschen ein ereignisreiches Wochenende zu bescheren!

11.08.2010 07:21

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